Die Wirklichkeit, die Wirklichkeit

Eigenlich habe ich von dem Gesülze um Jürgen Habermas die Schnauze voll. Was die universitäre Philosophie längst ad acta gelegt hat, wabert noch blödsinnig durch das Feuilleton, weil dort die Studenten des unverständliches Deutsch schreibenden Gelehrten sitzen, der in diesen Tagen 80 Jahre alt wird. Wie gesagt, eigentlich verdient diese sich kritisch nennende Philosophie keinen…

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Mondlandung und Umweltschutz

Wir feiern sich in den nächsten Wochen den 40sten Jahrestag der Mondlandung, sollten dabei aber nicht vergessen, daß sich dieses Ereignis zeitgleich mit der Einführung des Wortes "Umweltschutz" vollzogen hat. 1969 bekam das Bundesministerium des Inneren eine Abteilung mit dem Namen "Umweltschutz", und man darf ruhig überlegen - wie es vor mehr als zehn Jahren…

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Genauigkeit ist gefährlich

Wir loben gerne Präziszion und Genauigkeit bei Messungen oder Angaben, und wir erwarten sie mehr oder weniger - eher mehr als weniger -, wenn wir uns in einem wissenschaftlichen Rahmen bewegen. Jetzt ist einigen Forschern aufgefallen, daß es da stets Grenzen gibt, aus dem Anspruch auf Präzision nur die Möglichkeit machen, etwas als falsch zu…

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Mediale Selektion

Die Evolutionstheorie kennt die natürliche und die sexuelle Selektion, und das Leben ist damit gut gelaufen. Ich bin davon überzeugt, daß auch der demokratische Prozeß Selektionselemente enthält, zum Beispiel bei Politikern, die ja nicht wegen ihrer Fachkenntnisse nach oben kommen, sondern weil sie gelernt haben, auf Ausschußsitzungen oder auf Unterbezirksparteiversammlungen die richtigen (sprich: populären, leicht…

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Alles anders

Es gibt Ausgaben der Zeitschrift NATURE, da kommt man aus dem Staunen und Lesen nicht heraus. Das Heft vom 28. Mai 2009 gehört dazu. In ihm geht es um Zebrafinken, die nach wenigen Generationen genetisch lernen, was sonst kulturell vermittelt wird (was ungeheure Implikationen für die Evolution hat); es geht um die Thetawellen, die unseren…

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Geschwätz

Neulich fand in Berlin ein philosophischer Disput über die Frage statt, wie Menschen Alltagssituationen ohne Hilfe etwa von Heidegger bewältigen können. Über das dort Gesagte konnte man sich in der FAZ (03.06.09, S. N4) informieren. Dabei wird klar: Mann kommt durchs Leben NUR OHNE die Philosophen. Denn die nachdenklichen Herren standen - wie nachzulesen war…

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Lichtschmutz

Seit den 1990er Jahren zirkuliert die Zahl, daß nur noch ein Prozent der Menschen einen freien Blick auf die Milchstrasse genießen können. Ich gebe zu, das Thema klingt weniger dramatisch als der Hinweis auf die geringe Prozentzahl an Menschen, die Zugang zu sauberem Wasser haben, aber schlimme Folgen hat der Lichtschmutz doch, der uns hindert,…

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Verbrechen am Lesepublikum

"Verbrechen am Lesepublikum". So nannte (mein Lehrer) Max Delbrück die Texte, die (sein Lehrer) Niels Bohr anfertigte und in denen er gnadenlos umständlich formulierte, um nur ja nichts zu schreiben, das man widerlegen könnte. Manche Texte, die sich werbewirksam "allgemeinverständlich" nennen, sind ebenfalls "Verbechen am Lesepublikum", nur auf tieferem Niveau. Ich zitiere aus einem Buch,…

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Der Ort der Sterne und der Menschen

Er wurde zum Mann des 20. Jahrhunderts gewählt, und seine Berühmtheit begann kurz nach dem Ersten Weltkrieg. Gemeint ist Albert Einstein. 1919 haben britische Forscher eine Sonnenfinsternis ausgenutzt, um Einsteins Allgemeine Relativitätstheorie zu bestätigen, was die Zeitungen mit der Überschrift meldeten, "Die Sterne sind nicht da, wo sie zu sein scheinen". Sie fügten hinzu, daß…

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Zu viele Namen

Wer Wissenschaftsgeschichte unterrichtet, wird das Problem bemerken, daß viele Kinder der Forschung sehr viele Namen haben und immer ´mal wieder neue annehmen. In der Hirnforschung wechseln Areale ihre Nummern, in der Chemie konnte man sich lange nicht auf die Bezeichnung von Molekülen einigen, und das sind nur zwei Beispiele. Nun erleben wir tagesaktuell, wie sich…

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