In der Ausgabe der FAZ vom 24.6.2013 beklagt sich die Harvard Ökonomin Shoshana Zuboff im Feuilleton über die Umwandlung von Menschen in Datenlieferanten, und die empfiehlt ihren Zeitgenossen, Sand im Getriebe zu sein. Um ihren Anspruch auf Autorität zu untermauern, stellt Frau Zuboff drei Gesetze vor, die sie sogar Zuboffsche Gesetze nenne: Was automatisiert werden kann, wird automatisiert; was digitalisiert werden kann, wird digitalisiert; was zur Überwachung genutzt werden kann, wird zur Überwachung genutzt. Ich schlage vor, diese Reihe durch ein viertes Gesetz zu ergänzen: Wer Unsinn dazu schreiben kann, wird Unsinn dazu schreiben. Und der Nachweis dafür ist der Text selbst. Da finden sich erstaunliche Sätze wie „Eine neue Welt muss her“, was einen verzweifelt ausrufen lässt, „Schon wieder?“. Oder Frau Zuboff fordert uns Kunden und Datenlieferanten auf, „zu sagen, was richtig und was falsch ist“, was man ja gerne machen würde, wenn man nur wüsste, was richtig und was falsch ist. Richtig ist, dass der Aufsatz in der FAZ viel Unsinn enthält. Falsch ist, dass er gedruckt wurde. Das habe ich jetzt gesagt. Aber die Welt ist so alt oder neu geblieben wie zuvor. Und wie kann ich das ohne soziales Medium verkünden?