Irgendwo im Februar

Ich weiß nicht, war es gestern oder im vierten Stock? So oder so ähnlich beginnt ein Monolog von Karl Valentin, an dessen Ende ein Fisch in einem Fluss ertränkt wird. “Irgendwo im Februar” so wirkt auf mich die schöne Post, die ein freundlicher Autor – ich nehme jetzt einfach an, dass es sich dabei nicht um eine Frau handelt – mir mehrfach hat zukommen lassen, um mich zum Beispiel über “Die Konstanten in unserer Natur” zu informieren und mir die Erkennung und Vermessung von Raum und Zeit  zu erläutern. Der Absender will anonym bleiben, was in einer Zeit, in der der Facebook Chef Privatheit als ein überholtes Konzept von gestern bezeichnet, sympathisch wirkt. Da kämpft jemand offenbar um sein Menschenrecht auf Privatheit, was es dem Angeschriebenen schwer macht, seinen Like-Knopf zu drücken, das heißt, persönlich “Danke” zu sagen.

Ich schreibe das nicht irgendwo im Februar, sondern zu Hause in Heidelberg. Ich wohne nämlich in Heidelberg, natürlich nicht in ganz Heidelberg, sondern in einem Haus in einer Straße in Heidelberg, wie Karl Valentin gesagt hätte, um anschließend die Stiege zu beschreiben, die man zu seiner Wohnung hinaufklettern muss. Übrigens – demnächst darf der Autor dieser Zeilen in der Heidelberger Kinder-Uni auftreten und dort über die Frage nachdenken, “Wo bleibt das Licht?” Ich werde den Kindern sagen, dass das Licht dasselbe macht wie sie, nämlich ins Bett gehen, wenn es dunkel wird. Das Licht steht dann wieder auf, wenn es hell wird. Und zwar heute im vierten Stock.


Dieser Beitrag wurde auch auf ScienceBlogs veröffentlicht.

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