Leben 1.08

Das Pfingstwunder dieses Jahres ist das gute Wetter, aber aufregend ist die Nachricht, daß der extrem ehrgeizige und inzwischen sehr wohlhabende Craig Venter 1.08 Millionen Glieder eines DNA-Moleküls anfertigen und als Kette einem leeren Leben einfügen konnte, das sich damit zu regen begann. Künstliches Lebes also? Die Experten streiten sich wie immer, und wie immer…

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So ein Zufall

Eine Professorin für Kommunikationsmanagement - was für ein Titel! - will uns Menschen die Freiheit bewahren, und sie schlägt deshalb vor, dem Zufall eine Chance zu geben (FAZ, 15.Mai 2010, S. 40). Nun sollte man zum einen wissen, daß es den Zufall in verschiedenen Formen gibt - es ist in der Evolution anders als in…

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Ein anderer Mißbrauch

Ich weiß nicht genau, woher - sprachlich - die Experten kommen, aber es muss etwas mit "aus" zu tun haben, also damit, daß sie nichts zu sagen haben, weil sie außen vor sind. Imperten gibt es leider nicht, aber impertinente Experten, und diese sicher klugen Köpfe kommen derzeit in der Zeitung zu Wort, die sich…

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Kein Gesicht

In der Ausgabe des New Scientist vom 8.5. 2010 propagiert David S. Berman, ein Theoretischer Physiker aus London, das Wechselspiel von Kunst und Wissenschaft (Seite 47). Beide - so schreibt er - bringen eine neue Art der Weltsicht mit sich. Und er bestätigt, was vielfach erfreut, "Relativität und Quantenmechanik gehören ebenso zur kulturellen Landschaft wie…

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Keine Kultur

Am Ende der 1950er Jahre hat der britische Physiker und Romancier C.P. Snow seine Unterscheidung der zwei Kulturen eingeführt, die wir akademisch als Natur- und Geisteswissenschaft kennen und im Alltag als Wissenschaft und Kunst trennen. Das ist allgemein bekannt. Weniger bekannt ist Tatsache, daß die Entwickler der damals neuen Programmiersprache BASIC Snows Trennung ernst nahmen…

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In eigener Sache

Ich bin mehrfach auf die Tatsache angesprochen worden, daß ich nicht auf Anmerkungen reagiere. Ich möchte dafür um Verständnis bitten. Seit ich schreibe und öffentlich auftrete, habe ich mir zwei Prinzipien zu eigen gemacht, um durchhalten zu können und nicht unterzugehen: Ich rezensiere keine Rezensionen, und ich kommentiere keine Kommentare. Ich bleibe mit meinem Ärger…

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Die Wolke, die wir nicht sehen wollen

Die Aschewolke ist komisch: Die einen sehen sie - ein Bericht dazu in wissenschaft-online vom 26.04.10 -, die anderen sehen sie nicht. Von denen, die sie nicht sehen (wollen), klagen viele über die Dominanz der Software, während andere den Finger endlich auf die tiefe Wunde legen: "Die Welt stellt fest", so der lebenserfahrene Physiker Haim…

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Eine Wolke

Auf den Satz habe ich gewartet. "Eine Wolke, die wir nicht sehen, kann so gefährlich nicht sein." Es ist wieder die FAZ, die uns diesen Unsinn als Überschrift im Feuilleton vorsetzt, weil man dort Angst vor den Computertechnologien hat und die Simulationen der letzten Tage ablehnt. Die Redaktion lässt nun einen "Chef der Lüfte" auftreten,…

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Mit quartärnären Grüßen

Wir haben im letzten Eintrag Skepsis gegenüber der Idee eines vierten Paradigmas geäußert, ohne die Gelegenheit zu nutzen, auf einen zahlenmystischen Aspekt zu verweisen. Es fällt doch auf, daß die rationalen Datenverehrer bei der Ankündigung ihrer neuen Wissenschaft ausgerechnet von einem vierten Paradigma reden. Da ist sie nämlich wieder, die heilige Vierzahl (Tetraktys) des Pythagoras,…

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Kein viertes Paradigma

"Wissenschaft wird von Menschen gemacht" - so hieß es früher, etwa in der Autobiographie von Werner Heisenberg. "Wissenschaft wird von Gruppen gemacht", könnte man heute sagen, etwa wenn Genome von Konsortien und Atomkerne von Kollaborationen erkundet werden und die Namen der dazugehörenden Menschen im Anhang der publizierten Arbeiten mehr verloren gehen als genannt werden. Die…

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